Author Kurt Mauß

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Interkulturelle Teamentwicklung in Georgien

Aktuell, UBEK
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Georgien, die Schöne…

Traumland für viele Reisende, ein wenig – wie ein Freund meinte – für Menschen, die Weltreisen üben wollen.
Georgien Workshop LandschaftsbildDas wollte ich nicht. Mein Auftrag in diesem wunderschönen Land: Ein Team der GIZ in ihrer Arbeit unterstützen, die Teamentwicklung fördern und zur Organisationsentwicklung beitragen.

Nicht das erste Projekt dieser Art für uns im Auftrag unseres Partners, der Firma eurosysteam GmbH aus Heidelberg. Aber das erste, das mich nach Georgien führte.

 

TShirt Know Justice Know Peace

Ich traf auf ein junges, hoch engagiertes und hoch motiviertes Team, eine bunte und kreative Mischung aus „locals“ und deutschen Mitarbeiter_innen der GIZ. Sie unterstützen die georgische Regierung bei einer umfassenden Rechtsreform im Lande.

Nach drei Tagen intensiver Zusammenarbeit nehme ich mit:
  • Großartige Eindrücke der Menschen und des Landes, will sagen: ich komme gerne wieder hierher.
  • Die Einsicht, dass agile Teamarbeit und Selbstorganisation in Teams, in denen die Teammitglieder aus solchen unterschiedlichen kulturellen Kontexten kommen, viel mehr Zeit und Einfühlungsvermögen – auch in der Moderation – brauchen.
  • Die Begeisterung der Teilnehmer_innen für ungewöhnliche Ideen und Übungen im Workshop, die eine große Bereicherung für unsere Transfer-Arbeit waren. Also: Nur Mut zum Probieren und Einsatz von neuen Methoden und Denkansätzen.

Agilität in der Berufsausbildung

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„Die ungehobenen Ressourcen von morgen sind nicht Rohstoffe, sondern menschliche Beziehungen. Nicht Bohrtürme und Schaufellader, sondern soziale Kultur und digitale Netzwerke werden die Beziehungen zu einem neuen Reichtum ermöglichen.“

Entsprechend dieser These gestaltet sich die Arbeitswelt in vielen Bereichen gerade (wieder einmal) neu. „Neue Formen der Zusammenarbeit“, „Agile Organisationen“, „Reinventing Organizations“ – so oder so ähnlich lauten die Schlagworte dieser neuen Arbeitswelt.

Fakt ist: Nie waren Veränderungen so schnell und die Herausforderungen für Mitarbeiter_innen und Führungskräfte größer und komplexer als heute.

Was heißt das für Berufsausbildung?

In einer Zeit, in der gerade im gewerblichen und handwerklichen Bereich Ausbildungsstellen in den Ballungsräumen gar nicht mehr so einfach zu besetzen sind? Wir wollen hier aus unserer Sicht drei wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche, an diese Bedingungen angepasste Ausbildung aufzeigen:

  1. Umdenken der Rollenbilder und Anpassen der Herausforderungen an Ausbilder_innen:
    Ein_e Ausbilder_in ist heute neben der notwendig einzubringenden Expertise mehr denn je (auch) Pädagog_in, vielleicht mehr noch Sozialpädagog_in
  2. Der alte Begriff der „Selbstorganisation“, der im systemischen Denken schon immer einen zentralen Ansatz darstellt, gewinnt an Bedeutung:
    Insbesondere Auszubildende müssen hier oft mühsam herangeführt werden. Zu groß war die Bevormundung in der Schule, zu ausgeprägt vielleicht auch das „Helikopterdenken“ ihrer  Eltern.
    Auszubildende im Übergang Schule und Beruf müssen oft erst lernen mitzudenken, lernen (Mit)Verantwortung zu übernehmen, Fehler zuzulassen und aus ihnen zu lernen und nicht zuletzt: Lernen lernen. Das sind Eigenschaften, die zum Erfolg führen und nicht zuletzt beim Einstieg ins Berufsleben ein wichtiger Aspekt sind.
    Zu der Vielzahl an Lernprozessen gehört aber auch Freude zu haben – sowohl an der eigenen Aufgabe als auch an der Leistung des Teams und stolz zu sein auf die geschaffenen Ergebnisse.
  3. Den Ausbildungsbetrieb, die Ausbildungsabteilung oder die Lehrwerkstatt neu denken!
    Und zwar als den innovativsten und kreativsten Ort im ganzen Unternehmen. Weg von kleinteilig durchdeklinierten Ausbildungsinhalten, die ausschließlich auf den Prüfungserfolg abzielen. Hin zu projektmäßig aufgestellten Lerninhalten in hoher Anbindung an die Praxis, auch mit besonderem Blick auf die Förderung der sozialen Kompetenz.

Und genau auf diese Anforderungen versuchen wir Azubis gezielt in unseren ArbeitsPädagogischenSeminaren, wie wir sie z.B. in diesen Wochen mit unserem Kunden Ford Aus- und Weiterbildung gerade wieder durchführen, vorzubereiten

Der Fußball. Die Wahrheit?

Gelesen
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Aus der Systemtheorie kennen wir den Begriff der Selbstorganisation. Jetzt verwenden in dem wirklich lesenswerten, 2013 erschienen Buch Der Fußball. Die Wahrheit. die Autoren Daniel Memmert, Bernd Strauss und Daniel Theweleit einen ähnlichen Begriff, nämlich Selbstwirksamkeit, im Kontext von Leistungssport.

Sie definieren: Ein Spieler hat dann eine hohe Selbstwirksamkeit, wenn er der festen Überzeugung ist, durch seine Fähigkeiten, durch sein spezielles und hartes Training, durch seine Kenntnisse des Gegners, seine Erfahrungen und andere Qualitäten eine gute Leistung abzurufen.

Dabei unterscheiden sie zwischen Selbstvertrauen, das eher einer grundsätzlichen Überzeugung von den eigenen Fähigkeiten entspricht, während Selbstwirksamkeit den Glauben meint, ganz spezielle Potenziale entfalten zu können.

Und was können wir aus dem Gesagten für die Entwicklung von Teams lernen? Wir meinen: Es unterstützt unsere These, wie wichtig es ist, in Teams nach den Potenzialen der einzelnen Teammitglieder geradezu zu forschen und diese zu entwickeln, während es doch meist immer noch üblicher ist, auf Mängel zu schauen und diese abzustellen. Dabei vergisst man leider all zu oft Potenziale, Talente und Fähigkeiten zu fördern und diese in den Dienst des Teams zu stellen. Natürlich gibt es Seminare mit so schönen Titeln wie Stärken stärken und Schwächen schwächen, aber es geht es nicht (nur) darum, etwas zu lernen, sondern die innere Haltung zu überprüfen und gegebenenfalls zu verändern.

Ein weiterer Punkt, den die Autoren in diesem Buch formulieren, und der ebenso für Teams im beruflichen Kontext Geltung hat: Selbstwirksamkeit hilft, die wirklich engen Matches zu gewinnen. Gleichzeitig sind es solche Erfolge, die genau diese Selbstwirksamkeit wiederum steigern. Das bedeutet aber im Gegensatz zu häufig angewandter Praxis: Wir brauchen keine utopischen, sondern ehrgeizige, aber erreichbare Ziele, denn das Erreichen dieser Ziele macht das Team und die einzelnen Teammitglieder wieder stärker – und erfolgreicher.

Eigentlich eine Binsenwahrheit, oder?

Deshalb empfehlen wir das Buch:

Prof. Dr. Daniel Memmert, Prof. Dr. Bernd Strauss, Daniel Theweleit: Der Fußball. Die Wahrheit. Fußballspiele werden im Kopf entschieden“ (München: Südeutsche Zeitung Verlag, 2013)

Innenwirkung der ArbeitsPädagogischen Seminare

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Die Vorteile auf einem Blick:

für das Unternehmen:
höhere Mitarbeiterqualifikation
verbessertes Kostenbewusstsein
Steigerung der Motivation

für die Ausbilder:
neue Handlungsoptionen
Verbesserung der Schlüsselqualifikationen
besserer Zugang zu den Auszubildenden

für die Auszubildenden:
besseres Verständnis für Gesamtsysteme
Abgleich Fremdbild – Selbstbild
erfahren mehr Wertschätzung

 

Außenwirkung der ArbeitsPädagogischen Seminare

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Aufmerksamkeit, Presse, Signalwirkung – APS-Projekte werden wahrgenommen

Alle APS-Seminare tragen im wesentlichen dazu bei, innerhalb und außerhalb des Unternehmens gezielte Beiträge zu einem positiven Image zu leisten. Besonders durch die handwerkliche oder künstlerische Projektseminare wird – auch für Außenstehende-  deutlich: Diese Firma bildet nicht nur fachlich aus, sondern engagiert sich auch in gemeinnützigen Projekten. An einem konkreten Beispiel erfahren Sie mehr über die Resonanz auf unsere Arbeit.

Unter dem Titel “Azubis zimmerten für KiTa-Kinder” berichtete zum Beispiel 2014 die Zeitung Oberberg-Aktuell, dass im Rahmen eines APS-Seminars für die katholische Kindertagesstätte Arche in Marienheide ein Schiff aus Holz erstellt wurde. Im April startet eine neue Reihe solcher Projekte in Bad Honnef.

Der Originalartikel zum Lesen und Ausdrucken